Das Juni – Elbehochwasser von 2013: Ein Rückblick

Vor fast genau einem Jahr wurde unter anderem Dresden und seine Umgebung von den Fluten des Juni Hochwassers besonders schlimm in Mitleidenschaft gezogen. Am 06.06.2013 erreicht das Hochwasser seinen Scheitelpunkt in Dresden bei einer Höhe von 8,76 Metern. Welche Auswirkungen hatte das Hochwasser rückblickend auf die Aronia Plantage in Brockwitz bei Coswig, die von den Fluten noch gravierender betroffen war als Teile der Hauptstadt selbst?

In regelmäßigen Abständen herrscht auf unserer Aronia Plantage eine Hochwassersituation – so schon 2002, 2006 und im vergangenen Jahr. Der Unterschied bei den großen Jahrhundertfluten 2002 und 2013 lag in der Zeit, in der die Pegelstände unverändert blieben. So war das Hochwasser 2002 zwar von dem Scheitelpunkt höher, jedoch gingen die Wassermassen 2013 auch lange Zeit nach Erreichen des Scheitelpunktes nicht zurück. So standen über mehrere Wochen unsere Aroniapflanzen bis zu drei Metern im Wasser; nur die größten Aroniasträucher ragten noch hinaus.

Doch auch als das Hochwasser vorbei war, konnten wir noch nicht aufatmen. Die Blätter der Aroniasträucher waren zentimeterdick mit Schlamm und Lehm verkrustet. Zum Glück kam das Hochwasser nicht kurz vor der Ernte im August – doch für uns begannen einige Monate des Bangens, ob sich die Aroniapflanzen von diesem großen Stressfaktor erholen konnten.

Doch schon nach einiger Zeit „sprengten“ sich die Aroniapflanzen ihre Lehmschicht auf den Blättern mit eigener Kraft ab. Es entwickelten sich sogar neue Triebe. Hier zeigt sich am lebenden Beispiel, welcher Lebenswille in der Aronia steckt. Es handelt sich hier nämlich nicht um überzüchtete Obstbäume und Ziersträucher, sondern um robuste und kraftvolle Pflanzen. Auf der Plantage in Brockwitz bei Coswig befanden sich neben unseren Aroniapflanzen noch andere Obstbäume wie Apfel, Quitten und Sauerkirschen. All‘ diese Bäume mussten abgeholzt werden; sie konnten sich von den Wassermassen nicht wieder erholen.

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