Wann ist ein Lebensmittel wirklich „biologisch“?

Wenn um die Bedeutung von Bio Lebensmitteln gesprochen wird, dann ertönen auch häufig kritische Stimmen, die skeptisch darüber philosophieren, was „Bio“ überhaupt bedeutet. „Bio ist Abfall“ oder „Nur Produkte aus dem eigenen Garten sind bio“ – das sind nur einige negative Beispiele; doch dass Bio Lebensmittel durch ihre positiven Eigenschaften und Inhaltsstoffe gesünder als konventionelle Lebensmittel sind, zeigte bereits eine Studie an der englischen Universität New Castle.

Was bedeutet „Bio“?

Umweltschutz: Konsumenten kaufen Bio Lebensmittel nicht nur aus dem Aspekt, dass sie gesünder für den eigenen Körper sind, sondern auch aufgrund von Umweltschutzgründen. Menschen, die Bio Produkte kaufen, setzen sich häufig mit dem Thema Natur & Ökologie kritischer und bewusster auseinander. Demnach entscheiden sie sich für Bio Produkte, weil diese auf umweltverträgliche und kontrollierte Weise angebaut / produziert wurden.

Fruchtbare Böden: „Bio“ ist mehr als ein Wachstum ohne Pestizide – das beweist auch der Punkt, dass „typisch Bio“ einen Schritt weiter geht und sich auch mit Themen, wie organische Düngemittel, stickstoffsammelnde Pflanzen und abwechslungsreiche Fruchtfolgen befasst. All‘ diese kontrollierten Kriterien tragen dazu bei, dass die Böden fruchtbar bleiben und nicht an Hypostase verlieren. Warum organische Düngemittel besser sind als eine starke, konventionelle Düngung? Durch eine herkömmliche Düngung entsteht, auf den für die Landwirtschaft genutzten Anbauflächen, ein Überschuss an Stickstoff, welche die klimaschädigenden Emissionen erhöhen.

Klimaschutz: Unser Ernährungsstil kann sich signifikant auf den Schutz des Erdklimas auswirken. Was viele nicht wissen: Die Produktion von unseren Lebensmitteln trägt wesentlich zum Anstieg der Treibhausgase bei. Bio Bauern benötigen pro Kilogramm Bio Lebensmittel weniger Energie als für die Herstellung von konventionellen Produkten. Grund dafür ist u.a. der Verzicht von energieintensiv erzeugten chemisch-synthetischen Düngemittel. Das Thema „Bio“ ist auch sehr stark mit dem Punkt „Regionalität“ vernetzt – so wirkt sich der Verzehr von einem Apfel aus Neuseeland negativ auf den Klimaschutz aus; auch wenn dieser Apfel als „bio“ deklariert wurde. Der lange Transportweg und die aufwändige Verpackung produzieren mehr Treibhausgase, als ein Apfel den es beim Bauern um die Ecke gibt.

Wasserqualität: Dadurch dass Bio Bauern keine Kunstdünger verwenden und auch nur so viele Tiere halten dürfen, wie sie mit ihrer Anbaufläche auch ernähren können, wird die Wasserqualität stark beeinflusst – überschüssiges Nitrat kann nicht ins Grundwasser gelangen.

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