Was ist Aronia? Die Aroniabeere im Steckbrief
Klein, dunkelviolett und angenehm herb: Die Aroniabeere ist eine der charaktervollsten Beeren Europas. Hier erfahren Sie, wie sie schmeckt, woher sie kommt und was Sie alles aus ihr machen können.

Wie schmecken eigentlich Aroniabeeren?
Aroniabeeren schmecken fein-herb und säuerlich, ob frisch, getrocknet oder als Saft. Auffällig ist ihre intensive, dunkel-violette Farbe: Selbst mit Wasser zur Schorle verdünnt bleibt Aroniasaft tiefrot. Verantwortlich dafür sind natürliche Pflanzenfarbstoffe aus der Gruppe der Polyphenole.
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Herkunft und Geschichte der Aroniabeere
Wilde Aroniasträucher gedeihen an der heutigen Grenze zwischen Kanada und den USA. Schon die Ureinwohner schätzen die dunklen Beeren, unter anderem als Winterproviant.
Der russische Botaniker Iwan W. Mitschurin (1855–1935) züchtet großfruchtige Sorten, robust genug für raue, kalte Regionen. Erste Anbaugebiete entstehen in der Sowjetunion.
Die dunklen Beeren werden zunächst als natürlicher Pflanzenfarbstoff für die Lebensmittelindustrie genutzt.
Anbauflächen und Interesse an der herb-säuerlichen Frucht gehen zunächst zurück.
Auch ein Verdienst von Aronia ORIGINAL: Als Saft, Trockenfrucht, Pulver, Konfitüre und mehr gewinnt die Beere wieder an Bedeutung.
Größere Flächen in Deutschland, Polen, Österreich, Italien und der Schweiz. Und die Nachfrage steigt weiter.

Der russische Botaniker und Pflanzenzüchter kultivierte die Aronia in Osteuropa.
Von Nordamerika über Europa bis Sibirien gedeiht sie im Flachland wie im Gebirge. Je sonniger der Standort, desto mehr Fruchtsüße bilden die Beeren.
Robust, genügsam und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Winterfest bis −35 °C, nur Staunässe mag sie nicht.
Im Mai trägt sie weiße Blüten. Die Verwandtschaft zum Apfel ist unverkennbar. Ab August reifen die Beeren an Schirmdolden. Auch Vögel und Rehe naschen mit.
Eine Beere, viele Namen
Weil sie der Eberesche zum Verwechseln ähnlich sieht, heißt sie mancherorts „schwarze Eberesche“. Treffender ist „schwarze Apfelbeere“: Wie der Apfel gehört die Aronia zu den Rosengewächsen. Aufgeschnitten zeigt sie sogar ein kleines Kerngehäuse, ganz ähnlich einem Mini-Apfel.
Was macht man mit Aronia?
Frische Beeren werden zu Konfitüre oder Saft gekocht oder getrocknet. Zur Erntezeit von August bis September sind sie frisch im Müsli, Joghurt oder Kuchen ein Genuss. Und ganzjährig gilt: Ob pur, im Smoothie, beim Backen oder Kochen, die Aroniabeere bringt mehr als nur Farbe auf den Teller.





